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Auf dem Weg zu altersgerechter Arbeit in Europa

Eine Perspektive von EU-Agenturen zu Arbeit und Altern.

SW – 07/2017

Einige von der EU eingerichtete Agenturen wie die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA), die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofound), das Europäische Zentrum für die Berufsbildung (Cedefop) und das European Institute for Gender Equality (EIGE) haben sich mit verschiedenen Aspekten der Faktoren zur Erreichung einer nachhaltigen Arbeit befasst.  

Gegenstand der Untersuchung

Das Ergebnis ihrer Arbeit wurde in einem Bericht zusammengefasst. Darin werden unter anderem Gründe untersucht, warum trotz aller Maßnahmen, um Arbeitnehmer länger in Arbeit zu halten, ein großer Anteil nicht bis zum Erreichen des offiziellen Renteneintrittsalters arbeitet. Ferner befasst sich der Bericht mit den unterschiedlichen Herausforderungen, die mit einer alternden Arbeitnehmerschaft verbunden sind, und untersucht innovative Lösungen. Es werden die Auswirkungen langfristiger demografischer Entwicklungen auf die Beschäftigung beschrieben und die Teilnahme an lebenslangem Lernen untersucht. Schließlich werden Lösungen für ein aktives Altern gefordert, die sicherstellen, dass ältere Arbeitnehmer aktiv, qualifiziert und beschäftigt bleiben. 

Ergebnis

Die EU-Agenturen kommen zu dem Ergebnis, dass die Erreichung einer nachhaltigen Arbeit von einer Reihe verschiedener interagierenden Faktoren aus verschiedenen Politikbereichen abhängt. So müssten Arbeitsschutzstrategien alternden Belegschaften Rechnung tragen. Eine umfassende Politik sollte auf der Grundlage geeigneter Ansätze der Risikoprävention die gesamte Belegschaft erfassen und einen ganzheitlichen Lebenszyklusansatz widerspiegeln. Kleine und mittlere Unternehmen müssten schwerpunktmäßig in diese Strategien integriert werden und durch bedarfsgerechte Maßnahmen unterstützt werden. Die Zunahme von langjährigen gesundheitlichen Problemen bei einer alternden Belegschaft müsse durch Strategien für die Rehabilitation und die Rückkehr zur Arbeit angegangen werden, die gleichzeitig aus verschiedenen Politikbereichen unterstützt werden. 

 

Die von den vier Agenturen bereitgestellten Informationen sollen sich gegenseitig ergänzen und politische Entscheidungsfindungen unterstützen. 

 

Siehe zum Thema auch den Bericht der DSV von Februar.