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Arbeitsbedingte Erkrankungen und Verletzungen kosten die EU 3,3 Prozent ihres BIPs

EU-OSHA und IAO stellen auf dem XXI. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit neue Schätzungen zu den Kosten arbeitsbedingter Unfälle und Verletzungen vor.

SW – 09/2017

Nach einer aktuellen Schätzung der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) und der Internationalen Arbeitsorganisation beziffern sich die Kosten für arbeitsbedingte Unfälle und Verletzungen in der EU auf 476 Mrd. Euro pro Jahr. Dabei verursachen arbeitsbedingte Krebserkrankungen die höchsten Kosten (119,5 Mrd. Euro, bzw. 0,81 Prozent des BIP), gefolgt von Muskel-Skelett-Erkrankungen. 

 

Gleichzeitig wurde ein neues „Datenvisualisierung-Tool“ entwickelt, dass die weltweiten Kosten arbeitsbedingter Erkrankungen (ca. 2.680 Mrd. Euro) veranschaulichen soll. Infografiken bieten einen schnellen und einfachen Einblick in die Informationen und Daten. Ein Glossar erläutert häufig verwandte Begriffe sowie die verwendeten Methoden. 

Hintergrund

Die Schätzungen basieren auf einem Projekt über Kosten und Nutzen von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, das gemeinschaftlich von der IAO, dem finnischen Ministerium für Soziales und Gesundheit, dem finnischen Institut für Gesundheit bei der Arbeit, dem WSH-Institut in Singapur, der Internationalen Kommission für Gesundheit bei der Arbeit und der EU-OSHA durchgeführt wurde. Damit sollen die weltweit verfügbaren Daten ermittelt und ausgewertet werden. Das Projekt, dessen Ergebnisse wie auch das Datenvisualisierungs-Tool wurden auf dem XXI. Weltkongresses für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, der vom 3. bis 6. September in Singapur stattfand, vorgestellt.