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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

heute erhalten Sie unsere erste Ausgabe des „Themenletters ED“. Mit diesem neuen Medium werden wir für Sie viermal im Jahr Inhalte von sozialpolitischer Bedeutung vertieft behandeln und zugleich Einblicke in unsere europapolitische Arbeit geben.  

 

Unser erster Schwerpunkt widmet sich der von der EU-Kommission angestoßenen Initiative, die soziale Dimension in Europa zu stärken. Eine „Europäische Säule sozialer Rechte“ soll dabei helfen. Mit der Betonung der sozialen Aspekte sollen vor allem die Bürgerinnen und Bürger in der Europäischen Union wieder stärker von der europäischen Idee eingenommen werden. Der Krise der europäischen Integration, die sich zum Beispiel im Brexit gezeigt hat, wollen die Akteure in der EU nun mit verstärkten Maßnahmen zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen begegnen. Angesichts des Wandels in der Arbeitswelt und der Frage, wie das europäische Sozialmodell zukunftssicher gemacht werden kann, hat die EU-Kommission die Öffentlichkeit in einer breit angelegten Konsultation zu ihren ersten Vorschlägen einer sozialen Säule befragt. Im Frühjahr möchte die EU-Kommission auf der Grundlage aller eingegangenen Antworten ihr konsolidier­tes Konzept einer Europäischen Säule sozialer Rechte vorstellen. Auch das EU-Parlament hat sich mit einer Entschließung in die Debatte eingebracht. 

 

Welche Wege die Kommission mit der Europäischen Säule sozialer Rechte auf den einzelnen sozialpolitischen Feldern einschlagen wird, ist zurzeit kaum absehbar. Umso wichtiger ist es, dass sich alle Träger der Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung rechtzeitig mit ihren Positionen in die europäische Diskussion eingebracht und dabei auf wichtige Aspekte und Bedingungen hingewiesen haben. 

 

Einen Überblick sowie Hintergründe zu der Initiative sowie ihre möglichen Auswirkungen auf die Sozialpolitik und die soziale Sicherung möchten wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in unserer ersten Ausgabe des „Themenletters ED“ näher verdeutlichen.  

 

Wir hoffen, dass Ihnen unser „ED“ gefällt, und wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre! 

 

Ihre Ilka Wölfle 

Direktorin