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Mehr Sport für Men­schen mit Behin­de­run­gen

Ein besserer Zugang zum Sport trägt zur Sozialen Inklusion und zu einem barrierefreien Europa bei.

IF – 06/2019

Der Rat der Europäischen Union ruft die Mitgliedstaaten, die Europäische Kommission und die Sportbewegung zur stärkeren Förderung des Sports für Menschen mit Behinderungen auf. Dies geht aus den im Juni veröffentlichten Schlussfolgerungen mit denen unter anderem zu einem inklusiveren Europas beigetragen werden soll. 

Gerade in den letzten Jahren ist das generelle Interesse an Sportveranstaltungen für Menschen mit Behinderungen, wie zum Beispiel die Paralympics, gestiegen und auch in den Fokus der medialen Berichterstattung gerückt. Dies nahm die EU zum Anlass, um auf die bestehende Ausgrenzung aufmerksam zu machen. Oft werden nach wie vor Behinderungen und Krankheiten als Hinderungsgrund für eine Beteiligung am Sport angeführt.

Dies soll nun schrittweise geändert werden, um eine soziale Inklusion von Menschen mit Behinderungen bestmöglich zu erreichen und ein stärkeres und positives Bewusstsein für sportliche Betätigung zu schaffen.

Um diese Ziele zu erreichen, sollen die Mitgliedstaaten durch finanzielle Unterstützung erreichen, dass konventionelle Sportorganisationen mit Organisationen, welche sich speziell der Sportunterstützung von Menschen mit Behinderung widmen, kooperieren. Zusätzlich sollen Statistiken und Indikatoren entwickelt werden, welche Aufschluss über Quoten der Beteiligung, Hindernisse und Verbesserung an der Teilhabe am Sport ermöglichen.

Für den Bereich Sport können zudem finanzielle Mittel im Rahmen von Erasmus+ genutzt werden, um nationale und europäische Zusammenarbeit, soziale Inklusion und Chancengleichheit im Sport zu fördern. Weitere Mittel können durch den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung für den Ausbau von Sportinfrastruktur und für bessere Berufsausbildung für den Sportbereich durch den Europäischen Sozialfonds lukriert werden.

Die Kommission wird zudem aufgefordert, künftige Maßnahmen weiterhin zu unterstützen und im Rahmen des sozialen Dialogs Sozialpartner aus dem Bereich des Sports regelmäßig anzuhören, um auf EU-Ebene die Schaffung eines barrierefreien und inklusiveren Europas weiter zu beschleunigen.