Mit hochwertiger Bildung und lebenslangem Lernen die EU stärken.

SK – 03/2025

Anfang März wurde die Union der Kompetenzen als eine der Schlüsselinitiativen der zweiten von der Leyen-Kommission vorgestellt. Sie soll zur Steigerung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit beitragen, indem sie die Innovation und den Wissenstransfer in den Mitgliedstaaten ankurbelt. Um alle Menschen in der EU mit den notwendigen Kompetenzen für den Arbeitsmarkt auszustatten, wurde eine Reihe von Zielen vorgeschlagen, die bis 2030 erreicht werden sollten.

Kern­ele­mente der Union der Kompe­tenzen

Um die Kernelemente in den nächsten Jahren erfolgreich umzusetzen, konzentriert sich der Vorschlag der Europäischen Kommission auf vier Zielvorstellungen. Dazu zählen:

  1. der Aufbau von Kompetenzen für ein gutes Leben und gute Arbeitsplätze;
  2. die Verteilung von Qualifikationen in der EU zu ermöglichen;
  3. die Höherqualifizierung und Umschulung für den digitalen und grünen Wandel; und
  4. die Gewinnung, Entwicklung und Bindung von Talenten für die Zukunft Europas.


Im Fokus steht die Förderung von Grundkompetenzen, um die Fertigkeiten aller Schülerinnen und Schüler in Lesen und Schreiben, Mathematik und Naturwissenschaften sowie digitale Kompetenzen und Kompetenzen der aktiven Bürgerschaft zu stärken.


Des Weiteren soll der Erwerb neuer Fertigkeiten und Kompetenzen ein fester Bestandteil des Berufslebens werden, um das gesetzte Weiterbildungsziel von 60 Prozent der Arbeitnehmenden in der EU zu erreichen. Momentan nehmen weniger als 40 Prozent dieser Gruppe an allgemeinen oder beruflichen Weiterbildungen teil. Geplant sind vor allem Initiativen in Bezug auf den Ausbau von Mikroqualifikationen, die Stärkung des Pakts für Kompetenzen und den Erwerb neuer Kompetenzen in Sektoren, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind.


Erleichterung soll es auch im Bereich der Arbeitskräftemobilität geben. Mithilfe der Initiative für die Übertragbarkeit von Kompetenzen soll die Anerkennung und Akzeptanz von Kompetenzen und Qualifikationen in der EU weiter erleichtert werden. Außerdem sollen Anreize geschaffen werden, um die EU als Arbeitsplatz für Spitzentalente aus aller Welt attraktiv zu machen. Insbesondere in Bereichen, in denen Arbeitskräftemangel herrscht (z. B. im Transportsektor, der Pflege oder dem Bau), soll der EU-Talentpool Abhilfe schaffen.

Kompe­tenzen zur Verbes­se­rung von Sicher­heit am Arbeits­platz

Exekutiv-Vizepräsidentin Roxana Mînzatu sprach der Union der Kompetenzen im Vorfeld der Veröffentlichung auch hinsichtlich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz eine hohe Bedeutung zu. Bei näherer Betrachtung der Pläne für die Union der Kompetenzen fällt jedoch auf, dass dieser Bereich keine explizite Erwähnung findet. Dennoch sind Kompetenzen und die Sicherheit am Arbeitsplatz eng miteinander verwoben.


Jeden Tag verliert die EU tausende von qualifizierten Arbeitskräften durch Verletzungen oder Krankheit. Wirksame Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, einschließlich der Kompetenzsteigerung in diesem Bereich, sind nicht nur eine Verpflichtung nach EU-Recht, sondern tragen auch dazu bei, diese Verluste einzudämmen und so das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu fördern. Folglich bedarf es auch Investitionen in die Qualifizierung von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden im Bereich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz.

Rolle der EU-Agen­turen

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) leistet bereits einen Beitrag dazu. Beispielsweise ist die Vorbereitung der Menschen auf die digitale Transformation der Arbeit ein zentraler Schwerpunkt der aktuellen EU-OSHA-Kampagne „Sichere und gesunde Arbeit im digitalen Zeitalter“. Darüber hinaus bereitet die EU-OSHA zusammen mit anderen Agenturen wie der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen und der Europäischen Stiftung für Berufsbildung auch auf den Grünen Wandel vor. Denn „green skillssind der Schlüssel zu einem erfolgreichen grünen Wandel und werden daher in der EU dringend benötigt.

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