©DragonImages - stock.adobe.com

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

die Bekämpfung von Krebs geht alle an! Am 4. Februar hat die Europäische Kommission in einer bewegenden Stunde im Europäischen Parlament (EP) den Startschuss für den europäischen Plan zur Krebs­bekämpfung gegeben. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides haben durch ihr Engagement demonstriert, dass die Bekämpfung von Krebs in der aktuellen Legis­laturperiode absolute Priorität hat.


Die Europäische Kommission hat Recht! Die vielfältigen Einflüsse im privaten wie im beruflichen Umfeld, unsere Ernährungs- und Lebens­gewohnheiten und nicht zuletzt die Bildung, erfordern horizontale Ansätze. Wir müssen deswegen gemeinsam etwas bewegen oder wie die Kommissarin sagt: „Alle Mann an Deck“.


Wir fangen auch nicht bei Null an. Der Kampf gegen den Krebs hat in ­der Europäischen Union (EU) eine lange Geschichte. Seit Jahrzehnten kommen viele gute Impulse aus Brüssel.


Die Deutsche Sozialversicherung bietet eine umfassende Palette an soli­darisch finanzierten Leistungen und zahlreiche Beratungsangebote. Ganz wichtig ist auch, dass die Betroffenen und Angehörigen bei der Krankheitsbewältigung begleitet werden. Wir können aber gemeinsam noch mehr machen, auf Ebene der Mitgliedstaaten und auf der Ebene der EU. Viel Potenzial sehen wir bei seltenen Erkrankungen und in der Digitalisierung sowie dem Datenaustausch. Aber auch die Entscheidung, über die „Mission Cancer“ mehr Geld in die Krebsforschung fließen zu lassen, ist zu begrüßen.


Wir dürfen nicht vergessen: Der Zugang zu Krebstherapien ist in Europa nicht gleich verteilt. Dies muss besser werden. Deutschland hat Anfang des letzten Jahres die „Dekade gegen Krebs“ ausgerufen und Krebs zu einem der Schwerpunkte seiner Ratspräsidentschaft ab Juli dieses Jahres gemacht. Wir sind gespannt, welche Impulse von deutscher Seite gesetzt werden.


In unserem aktuellen ed* geben wir Ihnen Einblicke zu den Leistungs­angeboten in Deutschland und den Aktivitäten auf europäischer Ebene.


Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre!


Ihre Ilka Wölfle