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Die öffentlichen Ausgaben für Langzeitpflege – heute und -morgen

Die öffentlichen Ausgaben für Langzeitpflege betragen im EU-Durchschnitt zurzeit 1,7 Prozent des BIP. Projiziert wird im AWG-Standard-Szenario ein Anstieg auf 2,8 Prozent im Jahr 2070. Im Fall Deutschlands wäre der Anstieg deutlich niedriger, und zwar von heute 1,6 Prozent auf 1,8 Prozent. Auch hier spielt es eine Rolle, dass sich vor allem im Sektor der privat finanzierten Ausgaben (durch die substituierende Pflegeversicherung) die demografische Entwicklung stärker bemerkbar macht, was den öffentlichen Sektor relativ entlastet.


Die künftigen Kostenentwicklungen werden vor allem von zwei Treibern beeinflusst: dem demografischen Wandel, aber auch nicht demografiebedingte Faktoren wie zum Beispiel der abnehmenden Verfügbarkeit informeller Pflege aufgrund des gesellschaftlichen Wandels.